Nachdem man im Winter nicht wirklich den Garten pflegt oder neu erschafft, kann man in dieser Zeit bereits mit der Planung anfangen. Dafür muss ein Gärtner und eventuell ein Landschaftsarchitekt her. Doch wie setzt sich Gartenplanung in die Realität um?

Wildblumen blühen in voller Farbenpracht inmitten grünen, saftigen Gräsern; Vögel zwitschern, streiten und tummeln sich herum; Bienen genießen die Vielfalt an Blumen und summen von Blüte zu Blüte; Bäume erstrahlen in allen Farben. Wer einen Garten hat, weiß die Natur im eigenen Heim zu schätzen. Doch da wir alle im Winter dem tristen Garten keine Aufmerksamkeit schenken, ist gerade im Frühling und Sommer Gartenpflege oder Umgestaltung angesagt. Große Gärten machen viel Arbeit – doch auch kleine Gärten brauchen Pflege. Deshalb lieber gleich zum Experten: Doch was macht der Gärtner eigentlich und welche Fragen sollte man sich und dem Gärtner stellen? Die folgenden Fragen wurden von einem Fachkundigem Landschaftsgärtner beantwortet.

Wozu brauche ich eine Gartenplanung?

Wer seinen Garten neu gestalten und daraus sein ganz persönliches Paradies zaubern möchte, der sollte gewisse Vorstellungen haben. Eine Planung ist wichtig, um konsequent und erfolgreich arbeiten zu können – außerdem werden Ideen nicht vergessen und der Garten kann genau so gestaltet werden, wie der Kunde es sich vorstellt.

Berücksichtigt ein Gärtner meine eigenen Ideen?

Der Kunde ist hier natürlich König – schließlich ist es auch sein Garten. Es werden fast ausschließlich Ideen vom Kunden verwirklicht, vorausgesetzt, sie sind realistisch und umsetzbar.

Was kostet eine Gartenplanung vom Gärtner oder Landschaftsarchitekt?

Die Kosten werden prozentual nach der Bausumme berechnet. Es ist also individuell verschieden: Je nach Gartengröße, Arbeitsaufwand, Baumaterialien und so weiter.

Kommt der Gärtner für die Gartenplanung zu mir nach Hause und kostet dies etwas?

Natürlich muss sich der Experte den Garten zunächst ansehen. Dies kostet in der Regel nichts, wenn ein Auftrag zustande kommt – falls aber kein Auftrag zustande kommt, wird bei aufwändiger Planung eine Aufwandsentschädigung berechnet. Dies ist je nach Experte verschieden.

Wie bereite ich mich auf das Gespräch mit dem Gärtner vor?

Zu allererst: wissen, was man will. Falls Sie in einer Partnerschaft leben, sollten Sie vorher alles mit dem Partner besprechen, damit beim Gespräch keine unangenehme Meinungsverschiedenheiten entstehen. Außerdem ist wichtig, zu wissen, ob man einen pflegeleichten Garten möchte oder sogar mit dem Gärtner einen Pflegevertrag abschließt.

Ist es möglich, einen pflegeleichten Garten zu planen?

Das ist natürlich möglich – Pflanzen werden erwachsen eingesetzt und pflegeleichte Blumen werden ausgewählt. Es kommt auch immer auf den Kunden an: Sind Sie eher jemand, der den Garten mit Leidenschaft und Liebe pflegt oder sind Sie jemand, der nur das Nötigste tun möchte?

Wie setzt man die Gartenplanung in die Realität um?

Zunächst muss man wissen, dass die Gartenplanung offiziell von einem Landschaftsarchitekten gemacht werden muss und der Gärtner den Plan dann in die Tat umsetzt. Wichtig ist, dass Vertrauen zwischen dem Architekten und dem Gärtner herrscht, damit auch wirklich alles glatt geht. Je nach Verfügbarkeit von Materialien und Arbeitskräften, können die Arbeiten relativ früh anfangen. Wie lange der Garten umgestaltet wird, ist individuell verschieden und sollte mit dem Experten abgesprochen werden.

Kann ich beim Gartenbau in Eigenleistung helfen?

Kommt immer auf den Gärtner an, aber normalerweise schon. Wenn der Kunde die groben Vorbereitungen trifft, wie etwa Boden bearbeiten, dann dankt der Gärtner herzlich dafür – Ihre Brieftasche übrigens auch. Falls Sie sogar einen Bagger beschaffen können und fahren können, nimmt dies der Gärtner ebenfalls gerne als Unterstützung an.