Ob für Wohlbefinden oder Erholung, der Schlaf gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen und kaum etwas bereitet so viel Kopfzerbrechen wie schlechter Schlaf.
Deswegen wollen wir Ihnen dabei helfen, die perfekte Matratze zu finden und Nacht für Nacht einen besseren und gesünderen Schlaf zu finden.

Das sind die wichtigsten Matratzenarten

Grundsätzlich gibt es verschiedene Typen von Matratzen, dazu gehört nicht nur die alte Federkernmatratze aus Großmutters Zeiten. Eine Allzwecklösung gibt es hier nicht, denn verschiedene Schlaftypen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Die wichtigsten Matratzen und deren Eigenschaften stellen wir Ihnen hier vor:

– Taschenfederkernmatratzen

Diese Matratze erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, das liegt vor allem an der guten Durchlüftung. Wenn Sie nachts also viel schwitzen, ist die Taschenfederkernmatratze eine tolle Variante, zumal sie über hohe Punktelastizität verfügt. Das heißt, dass die Matratze an stark belasteten Stellen (meist Hüfte und Schultern) einsinkt und den Rest des Körpers stützt. Auch für Paare funktioniert das bestens.

– Bonellfederkernmatratzen

Bei dieser Variante sind die stützenden Federn von einer Luftschicht umgeben, das macht die Matratze noch ein wenig luftiger, senkt jedoch auch die Elastizität. Wenn Sie etwas schwerer sind, hängen Sie hier durch – wälzen Sie sich nachts hin und her, dann wird diese Matratze sogar noch ein wenig nachschwingen.

– Kaltschaummatratzen

Das Material der Kaltschaummatratzen hat in den letzten Jahren einen gewaltigen Sprung gemacht. Diese Matratzenform ist noch punktelastischer als Taschenfederkernmatratzen, da der Schaum sich an Druckstellen komprimiert und dadurch fester wird. Kaltschaummatratzen sind besonders gut im Speichern von Wärme und helfen so gegen nächtliches Frösteln, auch Schweiß wird über den Schaum gut abtransportiert. Die Qualität von Kaltschaum lässt sich übrigens am Raumgewicht bemessen. Je höher das Raumgewicht, desto besser die Kaltschaummatratze, mindestens 40 Kilogramm pro Kubikmeter sollten es sein.

– Latexmatratzen

Diese Art Matratze bietet Vor- als auch Nachteile. Das Material schmiegt sich Ihrem Körper perfekt an und bietet so eine besonders ergonomische Unterlage. Wenn Sie nachts eher zum Schwitzen neigen, wird die Latexmatratze dies noch verstärken, zudem sind diese Matratzen teuer und schwer.

Probeliegen ist und bleibt ein Muss

Auch wenn in Deutschland ansonsten alles genormt zu sein scheint, gibt es keine einheitlichen Definitionen von Härtegraden. Diese werden je nach Hersteller unterschiedlich definiert, Sie sollten also im Idealfall schon einmal auf der Matratze gelegen haben. Die Grundregel besagt lediglich, dass schwerere Menschen auch härtere Matratzen brauchen, aber dies ist nur eine sehr grobe Orientierung. Denn die Härte der Matratze hängt sowohl von Ihrem Gewicht, als auch von Ihrer Schlafhaltung (Bauch, Seite, Rücken) und Ihren Schlafgewohnheiten ab. Und natürlich spielt auch Ihr Lattenrost eine Schlüsselrolle, schließlich arbeiten Matratze und Lattenrost im Idealfall zusammen. Gerade für Pärchen empfiehlt sich oft zumindest in der Matratze eine Trennung. Dadurch rütteln Sie Ihren Partner nachts durch Bewegungen nicht wach – und umgekehrt. Und damit auf der Suche nach nächtlicher Nähe niemand in den Spalt zwischen den Matratzen stürzt, bietet sich ein praktischer kleiner Matratzenkeil an.

Wie man sich bettet, so liegt man

Sich mit Matratzen auszukennen, ist nicht nur bei der Planung eines neuen Bettes wichtig, sondern auch beim Austausch der Matratze. Mindestens alle acht bis zehn Jahre sollten Sie diese nämlich austauschen, da eine durchgelegene Matratze kaum mehr alle Schlafbedürfnisse befriedigen kann. Dann können Sie auch wieder ungestört und ohne Reue an der Matratze horchen.

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