Dampfgarer Einbaugeräte: Vorteile und Arten von Miele, AEG, Bosch, Neff, Philips & Co im Überblick Kommentar schreiben

Gesünder kochen, schmackhaftes Essen und einfache Handhabung – die neuen Dampfgarer können mit vielen Vorteilen aufwarten. Dabei ist das Prinzip des Kochens mit Dampf gar nicht neu: Auch im Römertopf oder im asiatischen Bambuskörbchen für Dim Sum wird schon lange mit Dampf gekocht. Neben diesen immer noch verwendeten älteren Lösungen gibt es mittlerweile elektrisch betriebene Dampfgarer von allen großen Küchengeräte-Herstellern wie AEG, Miele, Bosch, Philips oder Neff. Ist man bei der Küchenplanung einmal von den Vorteilen überzeugt, stellt sich die Frage, welcher Dampfgarer der richtige ist. Ein kleiner, ein großer, ein Alleskönner oder doch nur eine Nachrüstung für den Backofen?

Arten im Überblick

Vorteile eines Dampfgarers

Egal, was für ein Dampfgarer nun verwendet wird – das Kochen mit Dampf bietet zahlreiche Vorteile:

Vielfältigkeit

Im Prinzip kann alles, was gekocht werden kann, auch im Dampfgarer zubereitet werden (die Garzeiten sind gleich wie beim normalen Kochen). Und es geht noch mehr: Honig kann entkristallisiert, Schokolade geschmolzen oder Gerichte ohne Geschmacksverlust wieder aufgewärmt werden.

Schonende Zubereitung

Im Dampfgarer werden Gerichte auf schonende Weise zubereitet. Vitamine, Mineralstoffe und auch die Farben der Speisen bleiben erhalten und das Essen wird gleichmäßig gegart.

Einfachheit

Der Dampfgarer ist in vieler Hinsicht einfacher handzuhaben als ein Backofen oder Kochtopf: Es brennt nichts an oder geht über und man kann ihn getrost unbeaufsichtigt lassen, da er vorprogrammiert werden kann.

Kosten sparen

Durch den Dampfgarer kann Energie gespart werden, da verschiedene Speisen gleichzeitig zubereitet werden können.

Arten von Dampfgarern

Neben einer Vielzahl an konventionellen Dampfgarern, wie beispielsweise Bambuskörben, Dampfkochtöpfen oder speziellen Einsätzen für die Mikrowelle, gibt es verschiedene elektrisch betriebene Varianten:

Kompaktdampfgarer

Kompaktdampfgarer gibt es in verschiedensten Ausführungen: von der Form her an einen Reiskocher erinnernd, ähnlich einer Mikrowelle oder einem Standmixer gleichend. Je nach Form gibt es sie freistehend oder aber auch als Einbaugerät (dann ähneln sie vom Aussehen her einem kleineren Backofen oder einer Mikrowelle). Allen Formen gemein ist, dass es sich hierbei um reine Dampfgarer handelt (ohne Backfunktion). Kompaktdampfgarer werden von den meisten Küchengeräte-Herstellern produziert.

Neff Mega Collection Dampfgarer (oben), Backofen (unten). Quelle: Neff
Neff Mega Collection Kompaktdampfgarer (oben), Backofen (unten). Quelle: Neff.

Dampfbackofen

Dampfbacköfen (je nach Hersteller auch unter Kombidämpfer, Heißluftdämpfer, Steamer oder Multidampfgarer zu finden) sind eine Kreuzung aus Backofen und Dampfgarer. Das Gerät kann also sowohl als Dampfgarer als auch als regulärer Backofen verwendet werden. Die beiden Funktionen können auch gemeinsam verwendet werden, um beim Backvorgang zusätzlich Dampf zuzuführen (um etwa ein Austrocknen zu vermeiden). Dampfbacköfen werden mittlerweile von allen großen Küchengeräte-Herstellern produziert.

Siemens Dampfbackofen iQ700. Quelle: Siemens
Siemens Dampfbackofen iQ700. Quelle: Siemens.

Dampfgarer mit Mikrowellenfunktion

Wer trotz Dampfgarer nicht auf eine Mikrowelle verzichten kann oder will, braucht keine zwei Geräte mehr. Mittlerweile gibt es von Miele auch vollwertige Dampfgarer (mit Festanschluss oder Wassertank), die eine Mikrowellenfunktion besitzen.

Miele Dampfgarer mit Mikrowelle DGM 6800. Quelle: Miele
Miele Dampfgarer mit Mikrowelle DGM 6800. Quelle: Miele.

Systemdampfgarer

Genau genommen handelt es sich hierbei nicht um einen Elektro-Dampfgarer an sich, sondern um einen Einsatz, mit dem man in einem regulären Backofen dampfgaren kann. Dieser Systemdampfgarer besteht aus einer Auflaufform, die mit Wasser gefüllt und mit dem Dampfeinsatz abgedeckt wird. Darauf wird ein Behältnis gestellt, in dem das Gargut platziert wird. Abgedeckt wird das Ganze mit einem Glasdeckel. Der Systemdampfgarer wird auf der untersten Schiene des Backofens eingeschoben und mit einer regulären Einstellung des Ofens benutzt. Systemdampfgarer gibt es von Bosch, Siemens oder Neff.

Wasseranschluss

Bei manchen Dampfgarern wird ein Festwasseranschluss benötigt. Das ist beispielsweise bei Druck-Dampfgarern der Fall (sie haben den Vorteil, dass sich die Garzeiten verkürzen). Solche Druck-Dampfgarer gibt es von Miele. Ein Festwasseranschluss bietet den den Vorteil, dass der Dampfgarer einen Zu- und Ablauf hat und somit die Reinigung erleichtert wird. Geräte mit einem Festwasseranschluss sollten regelmäßig verwendet und besonders gepflegt werden, damit die Schläuche nicht zu einer Brutstätte für Bakterien wie Legionellen werden. Dampfgarer mit Festwasseranschluss gibt es von Miele, Gaggenau und V-Zug. Die Alternative sind Dampfgarer, die einen herausnehmbaren Wassertank haben, der vor dem Garen befüllt wird. Eine Füllung ist für die meisten Garvorgänge ausreichend. Der Wassertank kann innerhalb des Geräts platziert sein oder wie bei manchen Modellen von Neff, Siemens oder Miele hinter einer Blende von außen zugänglich. Der Vorteil bei letzterem ist, dass der Garraum nicht geöffnet werden muss, um Wasser nachzufüllen. Dampfgarer ohne Festwasseranschluss sind preislich günstiger.

Neff Megacollection FullSteam. Quelle: Neff.
Neff Megacollection FullSteam. Quelle: Neff.

Erzeugung des Dampfs

Bei der Dampferzeugung gibt es zwei Möglichkeiten. Der Dampf kann direkt im Garraum erzeugt werden oder außerhalb. Dann wird der bereits fertige Dampf dem Garraum zugeführt. Hersteller werben damit, dass bei einer externen Dampferzeugung der Dampf besser reguliert werden kann und dass es zu keiner Vermischung verschiedener Aromen kommt, da ständig frischer Dampf zugeführt wird. Dampfgarer mit externer Dampferzeugung gibt es von namhaften Herstellern wie AEG, Neff, Siemens, V-Zug oder Miele.

Welcher Dampfgarer passt zu mir?

Welcher Dampfgarer nun der richtige ist, kann nur individuell beantwortet werden, da die eigenen Kochgewohnheiten eine große Rolle spielen. Fragen, die man sich vor einem Kauf stellen sollte, sind:

  • Wie oft benutze ich das Gerät? Davon hängt beispielsweise ab, ob eines mit Festwasseranschluss geeignet ist oder nicht.
  • Für wie viele Leute koche ich? Das beeinflusst unter anderem die Größe des Geräts.
  • Was möchte ich mit dem Gerät alles zubereiten? Dieser Faktor beeinflusst beispielsweise, ob ein reiner Dampfgarer bevorzugt wird oder ein Dampfbackofen.
  • Wie sehen die Gegebenheiten in meiner Küche aus? Ist beispielsweise schon ein Backofen vorhanden, ist eine Überlegung, einen reinen Dampfgarer zu kaufen. Wenn kein Festwasseranschluss vorhanden ist, muss bedacht werden, dass dieser zusätzliche Kosten verursacht.
  • Wie viel Geld möchte ich ausgeben? Geräte mit Wassertank sind beispielsweise günstiger als solche mit Festwasseranschluss.

Jetzt passenden Küchenplaner finden 

Titelbild: Miele Dampfgarer mit Mikrowelle, Fotocredit: Miele

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.