10 Fragen, die ein Innenarchitekt vor der Renovierung einer Wohnung stellen sollte Kommentar schreiben

Die besten Innenarchitekten (oder Dekorateure) setzen nicht einfach den eigenen Kopf durch, sondern gestalten einen Raum nach Ihrem Geschmack – aber Innenarchitekten können keine Gedanken lesen. Damit ein Innenarchitekt Ihren Geschmack trifft, ist es wichtig, dass Sie ihm zu Beginn alle wesentlichen Informationen geben. Wir haben 10 Fragen zusammengestellt, die Ihnen jeder Innenarchitekt (und Dekorateure) stellen wird: bereiten Sie die Antworten darauf am Besten vor dem ersten Treffen vor.

Sobald Sie sich dazu entschlossen haben, Ihre Wohnung zu renovieren, ist es an der Zeit, einen Innenarchitekten (oder Dekorateure) zu beauftragen. Aber bereiten Sie sich auf etwas vor: Innenarchitekten sind irgendwie wie Psychiater – sie müssen sehr viel über Sie erfahren, um bei der Renovierung Ihres Hauses gute Arbeit zu leisten. Sprechen Sie mit dem Innenarchitekt über Ihre Vorstellungen, Ihre Anforderungen an das renovierte Haus bzw. die modernisierte Wohnung, über Vorlieben bei der Inneneinrichtung und auch über Dinge, die Sie in einer Wohnung nicht möchten.

Es gibt also viel zu besprechen! Die folgenden 10 Fragen sollte aber auf jeden Fall jeder Innenarchitekt mit Ihnen durchgehen:

1. Was gefällt Ihnen aktuell an Ihrer Wohnung bzw. an Ihrem Haus?

Diese Frage ist wichtig, damit sie sehen, ob der Innenarchitekt daran interessiert ist, was Sie wollen. Was ist Ihr Geschmack? Was soll bleiben? Der Innenarchitekt soll Ihnen ja nicht seinen Willen aufzwingen. Die Frage schafft außerdem Ausgangspunkte. Gefällt Ihnen zum Beispiel Ihr Sofa im Wohnzimmer sehr gut, kann der Rest des Raumes darauf abgestimmt werden.

2. Welche Objekte oder Räume in Ihrer Wohnung gefallen Ihnen gar nicht?

Diese Frage hilft dem Innenarchitekt, Ihren Geschmack besser zu verstehen. Zählen Sie alles auf, was ihnen in Ihrer Wohnung nicht gefällt und Sie ersetzen möchten. Beachten Sie, dass wir hier über Ihren persönlichen Geschmack sprechen. Der Designer soll Ihren Geschmack treffen, deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Geschmack so deutlich wie möglich formulieren.

3. Welche Farben gefallen Ihnen?

Möchten Sie ein neutrales, kühles Wohnzimmer? Warme Wandfarben im Esszimmer? Eine sterile Küche?

4. Welche Farben gefallen Ihnen gar nicht?

Gibt es zum Beispiel Wandfarben, die Ihnen gar nicht gefallen? Gibt es Möbelfarben, auf die Sie fast schon allergisch reagieren?

5. Gibt es etwas, das Sie besitzen oder gesehen haben, dass Sie als Inspiration verwenden möchten?“

Dies könnte ein Lieblingsbild oder Gemälde, ein Stuhl mit einem besonderen Stoff oder ein Kleidungsstück sein.

6. Gibt es einen bestimmten Look oder Stil, in dem Sie die Wohnung haben möchten?

Hier geht es um das ästhetische Ganze, um die gesamtheitliche Betrachtung Ihres Zuhauses. Falls Sie sich jetzt denken: „Ich bin mir gar nicht wirklich sicher , welche Farben und Stile ich mag und welche ich nicht mag“ empfehlen wir Ihnen, sich 2 Ordner anzulegen: einen für Räume, die Ihnen gefallen, und einen für Räume mit negativ Beispielen. Schauen Sie sich die Projekte auf Zacasa durch oder Blättern Sie in Zeitschriften. Diese zwei Ordner zeigen Sie dann Ihrem Innenarchitekt.

7. Wie werden Sie diesen Raum nutzen?

Stehen Sie zum Beispiel gerade im Schlafzimmer, wird das Zimmer natürlich zum Schlafen benutzt. Aber möchten Sie dort zum Beispiel auch Fernsehen, lesen, etc? Das alles hat Auswirkungen auf die Möbel oder Lichtgestaltung im Schlafzimmer. Haben Sie im Wohnzimmer oft Gäste zu besuch? Wird auf der Couch auch gegessen? Liegen Sie oft zu zweit auf der Couch oder wären Sessel im Wohnzimmer vielleicht besser?

8. Gibt es spezielle Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen?

Dies könnte zum Beispiel Materialien sein, auf die Sie allergisch reagieren. Oder eine rollstuhlgerechte Bauweise. Oder ein besonders strapazierfähiger Boden im Kinderzimmer.

9. Wollen Sie das alles auf einmal umsetzen oder möchten Sie die Wohnung in mehreren Phasen renovieren?

Wenn Sie Ihre Wohnung Schritt-für-Schritt modernisieren möchten, wird der Innenarchitekt nützliche Tipps geben, was sofort gemacht oder gekauft werden sollte, und mit was sie besser noch warten.

10. Was für ein Budget haben Sie für die Renovierung der Wohnung vorgesehen?

Es ist sehr wichtig, dass Sie im Vorfeld ein Budget für die Renovierung Ihrer Wohnung festlegen. Wenn Sie das nicht tun, wird das fast immer zu Ärger oder Missverständnissen führen. Nur mit einem definierten Budget kann der Innenarchitekt arbeiten. Er kann es sich dann so einteilen, dass alle notwendigen Punkte erfüllt werden, und gleichzeitig abschätzen, wieviel Raum noch für Besonderheiten besteht.

Ein guter Architekt wird Ihnen eine ehrliche Antwort auf Ihre Budgetvorstellungen geben. Es ist gut möglich dass er sagt „Super, damit können wir sehr gut arbeiten“. Es ist aber auch möglich, dass Ihre Vorstellungen von der renovierten Wohnung und Ihr Budget nicht zusammen passen. Deshalb ist es wichtig, dass sie mit dem Innenarchitekt gleich zu Beginn über Vorstellungen der Modernisierung und das dafür vorgesehene Budget sprechen. Nur so werden Sie ein tolles Projekt starten können.

 

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